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Patienteninformation

Die trockene Makuladegeneration


Information

Die trockene Makuladegeneration ist die häufigere der beiden altersassoziierten Erkrankungen. Sie ist durch einen meist langsamen Verlauf gekennzeichnet. Bei ihr kommt es zunächst zu einer Einschränkung der Funktion und später zu einem Verlust der Sinneszellen. Dies geschieht durch die Anhäufung von Stoffwechselprodukten außerhalb der Pigmentzellen der Retina (Drusen), durch einen Verlust der Pigmentzellen selbst, sowie durch einen Verlust der unter der Fovea befindlichen Gefäße. In fortgeschrittenen Stadien kann es zu sogenannten "geographischen Atrophien" kommen.

Trockene Makuladegeneration – Frühstadium

Trockene Makuladegeneration – Spätstadium

Der Verlauf der trockenen Makuladegeneration kann sehr unterschiedlich sein. Bei einigen Patienten kommt es über Jahre zu einer langsamen Sehverschlechterung, bei der die Lesefähigkeit mit Hilfsmitteln (vergrößernden Sehhilfen) erhalten bleibt, bei anderen ist der Verlust der Lesefähigkeit möglich. Trotzdem ist die Verminderung der Sehschärfe meist geringer als bei der feuchten Makuladegeneration.

Behandlung

Um ein Voranschreiten der degenerativen Veränderungen zu verzögern oder gar aufzuhalten, können Sie spezielle Tabletten (Nahrungsergänzungsmittel/bilanzierte Diät) einnehmen. Die Wirksamkeit einer solchen Behandlung wurde im Rahmen der sogenannten AREDS-Studie nachgewiesen. Derzeit wird eine Tagesdosis von mindestens 10mg Lutein und 2mg Zeaxanthin empfohlen. Außerdem scheint auch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren einen zusätzlichen positiven Effekt zu haben. Diese Therapie ist aber nur für eine spezielle Untergruppe der Patienten mit trockener AMD empfehlenswert.

Aktuell laufen auch große Studien zu dieser Thematik. Auf Ihren Wunsch hin vermitteln wir Ihnen die entsprechenden Kontakte, sollten Sie dafür geeignet sein und dies ausdrücklich wünschen.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.

Augenzentrum Kraichgau