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Patienteninformation

Die feuchte Makuladegeneration


Information

Die feuchte AMD ist die zahlenmäßig seltenere der beiden altersassoziierten Makulaerkrankungen, in ihrem Verlauf jedoch meist die aggressivere Form.

Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es durch ein Einwachsen schadhafter neuer Blutgefäße aus der Aderhaut in die Makula bzw. Fovea zu Blutungen und Wassereinlagerungen (Ödemen).

Feuchte Makuladegeneration mit Blutungen

Der Verlauf der feuchten Makuladegeneration ist meist gekennzeichnet durch einen raschen und nachhaltigen Verlust der Sehschärfe. Es kommt häufig im Frühstadium zu einer Verziehung gerader Linien (Fugen der Kacheln in Badezimmer, Bilderrahmen). Treten Blutungen auf, kommt es fast immer zu einem schlagartigen Verlust der Lesefähigkeit. Es entsteht ein zentraler Gesichtsfeldausfall. Beim Auftreten dieser Symptome ist Eile geboten. Bitte zögern Sie nicht, uns rechtzeitig zu kontaktieren.

Behandlung

Um ein Voranschreiten der degenerativen Veränderungen zu verzögern, aufzuhalten oder sogar bestehende Veränderungen zu heilen, besteht seit etwa 2004 die Möglichkeit, ein hochwirkames Medikament in das Auge zu injizieren (intravitreale Injektion). Dessen Wirkstoff ist in der Lage, die neu gebildeten Blutgefäße zurückzudrängen und so einen bestehenden Befund zu stabilisieren (d. h. die Makula wieder trocken zu machen) oder gar zu verbessern. Diese Behandlung muss in der Regel mehrmals im Abstand von etwa 4 Wochen ambulant durchgeführt werden.

Teilweise ist dann eine Heilung erreicht. Oftmals muss jedoch noch jahrelang gelegentlich oder sogar regelmäßig eine erneute Injektionstherapie durchgeführt werden, um die guten Ergebnisse aufrecht erhalten zu können.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.

Augenzentrum Kraichgau