Intravitreale Injektionen
in unserer Augenarztpraxis

Intravitreale Injektionen AugenZentrum Kraichgau
Ambulante Operationen

Die intravitreale Behandlung
(Injektion in den Glaskörper)


Die Spritze in den Glaskörper (intravitreale Injektion) bietet die Möglichkeit, ein Medikament quasi ohne systemische Nebenwirkungen und in hoher Konzentration in das Auge zu bringen. Es gibt mehrere Medikamente zur Auswahl, die bei unterschiedlichen Erkrankungen besonders im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) eingesetzt werden. Dazu gehören u.a.:

1. Lucentis (Wirkstoff Ranibizumab)

Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration, bei diabetischer Retinopathie und nach Venenverschlüssen (zugelassenes Medikament)

2. Eylea (Wirkstoff Aflibercept)

Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration, bei diabetischer Retinopathie und nach Venenverschlüssen (zugelassenes Medikament)

3. Avastin (Wirkstoff Bevacizunab)

Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration, bei diabetischer Retinopathie und nach Venenverschlüssen (kein dafür zugelassenes Medikament, sog. "off label use")

4. Ozurdex (Wirkstoff Dexamethason)

Vor allem bei entzündlichen Schwellungen der Makula

5. Jetrea (Wirkstoff Ocriplasmin)

Bei manchen Makulalöchern und bei sogenannten Traktionen (Zug)

Vor der Behandlung erfolgt eine ausführliche Abklärung ihrer Augenerkrankung u.a. mittels SD-OCTs und Fluoreszenzangiographie im Rahmen unserer Makulasprechstunde. Wir haben die Makulasprechstunde so konzipiert, dass wir in den allermeisten Fällen dann ganz unkompliziert sofort mit der Spritzentherapie beginnen können, da Sie jede Verzögerung einer notwendigen Spritzentherapie wertvolles Augenlicht kosten kann.

Die Behandlung erfolgt ambulant durch Dr. Andreas Reuland und durch Dr. Ann-Marie Anders in unserem dafür entsprechend eingerichteten Operationszentrum in Leimen. Für die Patienten von Dr. Stahl erfolgt die Injektion im OP in Bad Schönborn. Ab voraussichtlich Sommer 2018 bieten wir Ihnen die Spritzentherapie auch in unserem eigenen OP-Zentrum zentral in Wiesloch an.

Nach lokaler Betäubung mit Tropfen wird das Auge zur Desinfizierung mit PVP-Jod-Tropfen gespült. Danach erfolgt im Abstand von 3,5 mm von der Hornhaut die Injektion mit einer sehr feinen, dünnen Nadel. Dies wird von Ihnen kaum wahrgenommen.

Intravitreale Injektion in den Glaskörperraum, damit das Medikament ohne Umwege direkt seine Wirkung entfalten kann
Intravitreale Injektion in den Glaskörperraum

In den Tagen nach der Behandlung ist eine Nachkontrolle an einem unserer Praxisstandorte erforderlich, um auf Zeichen einer sehr selten auftretenden Augendruckerhöhung oder einer sehr selten auftretenden Infektion adäquat und zeitnah reagieren zu können.

In der Regel erfolgt die Behandlung zunächst drei- bis fünfmal im Abstand von je vier Wochen (sogenanntes Upload). Der Therapieerfolg lässt sich mittels regelmäßiger OCT-Untersuchung besonders effektiv beurteilen. Daher bieten wir Ihnen auch in dieser Upload-Phase an, regelmäßige umfassende Kontrollen inklusive OCT-Untersuchung durchzuführen, damit Sie und wir ihr individuelles Ansprechmuster auf die Therapie von Anfang an im Auge haben und die Therapie ggfs. frühzeitig entsprechend anpassen können. Die allermeisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für Ihre OCT-Untersuchungen im Rahmen der Spritzen-Behandlung.

Weitere Injektionen können erforderlich sein. Die Indikation für weitere Behandlungen stellen wir entsprechend den Richtlinien der augenärztlichen Fachgesellschaften u.a. anhand der aktuellen SD-OCT-Bilder, der Sehkraftentwicklung, des Augenhintergrundbefundes, ggfs. einer erneuten Fluoreszenzangiographie, Ihres persönlichen Eindrucks des Krankheitsverlaufs und Ihrer Erwartungen an Ihr Sehvermögen.

Wir wissen, dass Ihnen die Therapie mit Injektionen Durchhaltevermögen abverlangt. Wir geben uns alle Mühe, die Zahl Ihrer notwendigen Praxisbesuche so gering wie möglich zu halten bei jedoch bestmöglichem Ergebnis. Ein bestmögliches Ergebnis erreichen wir, indem wir entsprechend aktueller Studienlage jedem Patienten die Möglichkeit geben, sofort nach 4 Wochen eine erneute Injektion zu erhalten, wenn diese notwendig ist und Ihre Krankenkasse es zulässt. Unnötige Verzögerungen in der Behandlung durch Mehrfachtermine oder überfüllte OP-Pläne versuchen wir komplett zu vermeiden.

Da sich im Bereich der Injektionstherapie immer wieder sehr schnell neue Erkenntnisse ergeben, kann es in Ihrer Behandlung leichte Abweichungen vom oben Beschriebenen geben. Sie können sich darauf verlassen, dass Sie im Praxisalltag immer entsprechend der aktuell gültigen Empfehlungen beraten werden.

 

Sollten Sie Fragen zu diesen Themen haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.

Augenzentrum Kraichgau