Vorsorgeuntersuchungen
für Ihre Augen


Vorsorge

Amblyopievorsorgeuntersuchung (Fehlsichtigkeit) bei Kindern


Amblyopievorsorgeuntersuchung (Fehlsichtigkeit) bei Kindern

5% der Bevölkerung haben eine einseitige Sehschwäche (Amblyopie).
Wird die Amblyopie frühzeitig vor dem 2. Lebensjahr entdeckt, können über 90 % dieser Sehschwächen erfolgreich behandelt werden.

Bemerkt mein Kind seine Sehstörung?

Die betroffenen Kinder bemerken die eigene Sehstörung nicht selbst, denn sie haben keine Vergleichsmöglichkeit.

Sehschärfenprüfung durch den Kinderarzt (U6 bis U9)

Beim Kinderarzt wird die Sehschärfe und das Stereosehen getestet. Ein hier unauffälliger Sehtest schließt allerdings einen behandlungsbedürftigen Sehfehler nicht vollständig aus. Kinder können trotz Vorliegens eines hohen Brechungsfehlers kurzfristig eine gute Sehschärfe erbringen. Sie können den Brechungsfehler automatisch über eine Anspannung des Naheinstellungsmuskels ausgleichen. Dies kann unbehandelt zu Kopfschmerzen, Schielen, Leseunlust und längerfristig zu einer dauerhaften Sehschwäche führen.

Häufig gelingt beim Kinderarzt eine verlässliche Sehschärfeprüfung erst ab dem vierten Lebensjahr, so dass trotz dieser Untersuchungen viele Sehschwächen unentdeckt bleiben. Augenärzte können bereits im ersten Lebensjahr mit speziellen Untersuchungsverfahren (Skiaskopie, Brillen-Messung mit dem Retinomax) feststellen, ob ein Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit gut sehen kann oder ob die Gefahr einer Amblyopie besteht.

Hier haben wir zusammengefasst, wann Sie mit Ihrem Kind zum Augenarzt kommen sollten:

Sofort
bei sichtbaren Auffälligkeiten der Augen (Schielen, Augenzittern, Lidveränderungen, Entzündungen, Hornhauttrübungen, weißliche Pupille, großen Augen mit Lichtscheu etc.)
oder wenn Sie eine Veränderung bemerken und sich nicht sicher sind

Im Alter von 6 bis 12 Monaten
Kinder mit erhöhtem Risiko für Schielen, Fehlsichtigkeit oder erblichen Augenerkrankungen
(zum Beispiel bei Frühgeborenen, Kindern mit Entwicklungsrückstand, familiärer Häufung von Augenerkrankungen)

Im Alter von 12 bis 24 Monaten
alle anderen Kinder, um kleinwinkliges Schielen oder Fehlsichtigkeiten früh zu entdecken

Was beinhaltet die augenärztliche Amblyopievorsorge?

Unsere Orthoptistinnen Frau Karin Heilmann (Leimen) und Frau Silke Schweinfurth (Sinsheim) prüfen die Sehschärfe, wenn dies schon möglich ist. Weiterhin untersucht sie, ob einSchielen vorliegt und wie gut die Augen zusammenarbeiten, bzw. ob schon einräumliches Sehen besteht. Manchmal lassen sich die Brillenwerte des Kindes bei enger Pupille bestimmen. Viel genauer ist aber die Messung der Brillenwerte bei erweiterter Pupille. Hierzu bekommt das Kind Augentropfen. Ungefähr eine halbe Stunde später können die Brillenwerte mit einem automatischen handgehaltenen Brillenbestimmungsgerät (Retinomax) oder einer speziellen augenärztlichen Untersuchungstechnik (Skiaskopie) bestimmt werden.

Augenzentrum Kraichgau